Sonntag, 18. August 2013

so I grab my bags and go ...

war eine woche im urlaub. war schön. zwar langweilig und spießig, aber das war ja mehr oder weniger von mir gewollt. mal eine woche rauskommen, frische luft und gutes essen (hab 4 kilo zugenommen - hallo speed-diät!) und nichts konsumieren (außer alkohol). klingt idyllisch. war es auch. na ja, dann samstag abend wieder zuhause angekommen, was mache ich als erstes? auf zum ticker. dort paar stunden chillen, dann nachhause weil der pennen wollte und irgendwie nix mehr ging (meine leute sind langweilig geworden, hab ich mehr und mehr den eindruck). und jetzt sitze ich hier, bin drauf und weiß nicht was ich machen soll... das zeug ist verdammt gut und ehrlich gesagt hat mir dieses drauf-sein ziemlich gefehlt. geil wa. aber ich mache das ja auch nur am wochenende (was wir gerade haben) und unter der woche hab ich mit allem aufgehört (das sind 5 lange tage) ... klingt alles nach rechtfertigungen und schönrederei - ist es auch. jemand sagte mir mal, ich bekäme mein leben nicht auf die kette. aber hey, ich fang im oktober an zu studieren (freu mich schon voll ...nicht), ich werde arbeiten gehen, geld verdienen, hab meinen führerschein und muss keine mpu machen...sind doch super aussichten zum glücklich-werden. ganz ehrlich? ich kann diesem leben nicht viel abgewinnen. klar ist es schön, was mit "normalen" leuten zu unternehmen, klar fuckt es irgendwann ab immer drei tage session zu machen und in ner vollen bude rumzugammeln wo sich keiner mehr was zu sagen hat weil die gesprächsthemen schon nach tag 2 ausgingen, klar ist chemie auf dauer scheiße ungesund. aber irgendwo brauche ich diesen ausgleich, wenn ich schon unter der woche brav bin. alkohol gibt mir nichts (mehr), genauso wie die leute die am wochenende in kneipen/bars/pubs gehen und um 4 uhr nachts sternhagelvoll nachhause torkeln. das ist nicht meine welt. und ich glaube, wer einmal die "konsumentenszene" kennengelernt hat und weiß was "feiern" eigentlich bedeutet, dem ist alles andere zu wenig.
just my two cents

Kommentare:

  1. Oh Mann, sei nicht so dumm.
    Deine Worte habe ich vor 10 Jahren genauso gesagt..

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    1. und wie ging es bei dir dann weiter ? ...

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    2. Ich leb jetzt ein Leben ohne Drogen und bin tausendmal glücklicher in diesem von dir bezeichneten "spießigen" Leben!
      Hab mein Leben endlich auf die Reihe gekriegt, weg aus dem ganzen kaputten, verravten Umfeld. War anfangs total hart& langweilig, aber es geht mir so viel besser. Ne funktionierende, glückliche, tolle Beziehung, ein Job, der Spass macht, Ausgeglichenheit& keine aggressiven Ausfälle.
      Und das Wissen, aus dem Sumpf alleine, ohne Thera rausgekommen zu sein.
      Bin hier mal aus Zufall beim Lesen von Blog zu blog auf dich gestossen& fühlte mi h so an mich selbst erinnert, deshalb komme ich alle paar Wochen mal wiwder& gucke, wie es dir mittlerweile so geht. :)

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    3. haha hätte nicht gedacht dass hier unbekannte leute an meinem leben teilnehmen ...
      naja sei froh wenn du ohne drogen glücklicher bist, ich hoffe ich krieg das auch irgendwann mal hin.
      was hast du denn alles so genommen?

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  2. Was tut das zur Sache?
    Diese "Ich-bin-cooler"-Attitüde, weil ich xy mehr genommen habe, ist doch lächerlich.
    Geht's darum?

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    1. ne hat nix mit cool sein zu tun, rein gar nichts.
      hatte mich nur mal so interessiert, aber egal.
      wie kommst du darauf, dass es mir um cool-sein gehen würde ?
      glaub mir, ich bin die letzte die drogen cool findet. wie gesagt ich würde mir wünschen, nie damit angefangen zu haben ...

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  3. Ja wie gut diese Worte von mir kommen könnten. Aber glaub mir, je länger du weg bleibst desto leichter fällt es. Ich hab Wochen gebraucht, bin nicht mehr feiern gewesen, hab meine Freunde kaum gesehen, bin mit meinem Freund zusammen gezogen .. Keine nächtelang mehr wach sein außer ab und an mal ne ausnahme.. Aber es war alles so verdammt leer in mir. Keine Emotionen. Selbst die, die ich immer ohne Drogen hatte, denn das waren die besten, die Basis die nur durch die ganzen Drogen und so noch extravaganter wurde .. Anfang der Schule kam alles so fremd vor , aber ich hab einfach weiter gemacht und jetzt nach ein paar Wochen wieder in nem halbwegs normalen lebend drin ist diese Leere wieder voller geworden. Und das All nur weil ich dieses Ziel hab das verdammte Abi zu schaffen, ich kann meine inneren Bedürfnisse zurückdrängen aber nicht abschalten.. Ziehe trotzdem fast täglich einfach nur mittel zum zweck für das Abi. Es ist nicht mehr das was es war, meine Welt ist verschwunden, will ich sie überhaupt wieder?? Ich überbrücke die zeit und versuche nur allem gerecht zu werden. Aber es schlummert nur und ist nicht weg und sehr bald werd ich wieder dorthin zurück kehren aber es wird ganz anders sein .. Und damit meine ich jetzt nicht die Drogen, da hab ich auf die Masse keinen Bock mehr. Aber ich meine diese Welt , dieses ich, dieses eigentliche, glückliche, lebenswerte leben. Das was ich bin .. Und das passt leider nicht zu hundert Prozent in die jetzige Realität , ich fühle mich ständig als hätte ich ein Doppel leben.. Wollte die ja eigtl mal bei Fb zurück geschrieben haben aber dafür jetzt hier, überkam mich grad so Sry für den Text:)

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    1. Ich kann dich so gut verstehen...
      Bei mir ist es auch nicht mehr das, was es mal war. Ich gehe kaum noch feiern und mache auch keine 3-Tage-Sessions mehr, einfach weil ich keinen Bock mehr auf diesen Abfuck danach hab. Man merkt einfach auf Dauer, wie schädlich dieser Lebensstil ist. Ein bisschen vermissen tu ich die Zeit aber trotzdem. Mache trotzdem noch jedes oder jedes zweite WE eine Nacht durch, ganz ohne kann ich auch nicht. Aber ich muss mich jetzt auch ein wenig auf mein Studium konzentrieren. Leider geht da auch alles so viel leichter mit Schnellem...es ist echt ein Teufelskreis. Ich kriegs echt nicht hin, nur mal eine nüchterne Woche zu schaffen, schon traurig. Und ja, man führt ein richtiges Doppelleben...ich finde, dieses Verheimlichen und den Schein zu wahren ist richtig nervig. Hast du eigentlich keine (gesundheitlichen) Beeinträchtigungen durch den fast täglichen Konsum?

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